No-Knead Cheddar-Tomaten-Brot – #Synchronbacken

Das Wetter lud gerade dazu ein, im Haus zu bleiben, am besten sich mit einer Tasse Tee auf dem Sofa zu verkriechen. Kalt, Nass – der Herbst ist eben angekommen. Als ich mir dann überlegte, was ich das Wochenende über so anstellen könnte da nichts auf dem Plan stand – der Herr war das ganze Wochenende über an einem 21h-Mofarennen – habe ich entschieden, endlich wieder beim #Synchronbacken von Sandra ( From Snuggs Kitchen )und Zorra ( kochtopf.me)mitzumachen.Ich hatte davon Mitte der Woche auf Instagram gelesen und habe mich unheimlich gefreut, dass ich endlich wieder schaffe dabei zu sein. Denn bereits bei meiner letzten Teilnahme ( Beirag findet ihr hier)hatte ich größten Spaß und das Ergebnis überzeugte genau so sehr. Und da die neue Küche ja quasi fast fertig war – der Ofen war drin – mehr brauchte ich nicht – konnte es also losgehen.

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Das Original-Rezept von King Arthur Flour ist mit viel Tomaten  und Knoblauch – wir konnten unserer Phantasie natürlich wieder freien Lauf lassen. Ich mag zwar Knoblauch – aber als ich das Rezept las dachte ich im ersten Moment wirklich: ist das nicht etwas viel? Na gut, ich habe die Menge an Knoblauch reduziert und habe noch Rosmarin mit in das Brot gebracht – ich mag Rosmarin unglaublich und wir hatten eben noch ein leckeres Rosmarin-Öl im Vorrat – welches mich gerade zu anlachte.

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Im Original-Rezept war Hartweizenmehl angegeben, ich frage mich was das wohl ist. Ich habe mal ein wenig im Internet recherchiert und bin auch relativ bald fündig geworden – das Mehl ist wohl in Deutschland sehr schlecht erhältlich und wird hauptsächlich in Italien für Pasta verwendet. Na gut, viele schrieben, man kann es aber nicht mit dem Pasta-Mehl vergleichen, welches in deutschen Supermärkten zu bekommen ist. Auf einigen Seiten bin ich dann auf die Lösung gekommen das Hartweizenmehl durch 2 Teile Weizenmehl Type 550 und 1 Teil Hartweizengrieß zu ersetzen. Hatte mich noch mit Nancy ( Instagram: xxbackmamaxx ) darüber unterhalten und war zu dem Entschluss gekommen, es so zu machen.

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Als ich dann am Samstag morgen noch zum Supermarkt ging, bin ich auf dieses Mehl gestoßen:

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Da ich kein Italienisch konnte, wusste ich eigentlich nicht was es ist aber da es für Pasta geeignet ist – dachte ich mir muss es ja sowas ähnliches sein, wie ich brauchte. Ich habe mir das Mehl dann gekauft und dank Online-Übersetzer danach festgestellt, dass es sich wohl um Hartweizengrieß handelte. Da es aber viel feiner gemahlen ist, wie herkömmlicher Hartweizengrieß, könnte es sogar Hartweizenmehl sein.

Kennt das jemand von euch? Ist das Hartweizenmehl oder nicht?

Ja –  Und so ist mein Brot entstanden 🙂

Ich habe den Teig am Samstag Abend angesetzt und er ist über Nacht gegangen – es waren ca. 12 Stunden. Am Sonntag Morgen habe ich das Brot zubereitet und auch gebacken.

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Das Brot schmeckt unheimlich lecker, die Kruste und Krume ist spitze, super saftig und locker, es war noch am selben Tag rucki-zucki aufgegessen. Ich habe es beim Grillen am Abend einfach mal „Pizza-Brot“ genannt 🙂

Den Teig werde ich definitiv noch öfters machen, er hat mich absolut überzeugt, abends kaum Arbeit beim herstellen und morgens mit geölten Händen gar kein Problem. Perfekt also!

Meine Form war allerdings ein wenig zu klein, sodass die Tomaten an den Deckel anstießen und dann schwarz wurden, aber halb so schlimm 😉

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Und hier ist mein Rezept:

  • Teig:
  • 360 g Weizenmehl Type 550
  • 165 g Hartweizenmehl ( siehe Bild oben )
  • 1 TL Trockenhefe
  • 1,5 TL Salz
  • 35 g Rosmarin-Öl
  • 340 ml lauwarmes Wasser
  • Füllung:
  • 60 g getrocknete Tomaten, klein geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 110 g geriebener Cheddar-Käse
  • 1-2 TL getrockneter Rosmarin
  • Topping:
  • kleine Tomaten

Zubereitung:

  1. Für den Teig alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken verrühren, bis ein leichter klebriger Teig entsteht.
  2. Den Teig in eine geölte Schüssel geben, abdecken und bei Zimmertemperatur gehen lassen. Bei mir ging der Teig etwa 12 Stunden.
  3. Am nächsten Morgen die Arbeitsfläche etwas einölen und den Teig darauf geben – er hat wahnsinnig große und viel Bläschen bekommen. Den Teig mit den Händen ( am besten leicht eingeölt ) vorsichtig zu einem Rechteck ( die längere Seite sollte so lange sein, wie die Backform) auseinanderziehen. Die Füllung auf dem Teig gleichmäßig verteilen und den Teig aufrollen und in die Form legen ( leicht eingeölt )
  4. Deckel auf die Form geben und 2 Stunden ruhen lassen.
  5. Backofen auf 230°C O/U vorheizen.
  6. Den Deckel öffnen und kleine Tomaten auf dem Brot verteilen und den Deckel wieder drauf machen.
  7. Im vorgeheizten Ofen 40 Minuten backen – dann Deckel runter nehmen und für 15 Minuten fertig backen.
  8. Brot nach dem Backen noch einige Minuten in der Form lassen und dann raus nehmen und auf einem Gitterrost auskühlen lassen.

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Und hier findet ihr noch die Blogbeitrage / Rezepte der anderen Mitbäcker:

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8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Liebe Julia,

    Dein Brot sieht sehr lecker aus und die Füllung ist sehr gut zu sehen. Über das Mehl hatte ich mir gar nicht so Gedanken gemacht und einfach verwendet was ich da hatte. Zum Glück ist es trotzdem sehr fein geworden. Es hat mich sehr gefreut, dass du auch mit dabei warst.

    Liebe Grüsse
    Tamara

    1. bakingjulia sagt:

      Hi Tamara, vielen Dank!
      Ja ich mache mir bei sowas oft zu viele Gedanken und eigentlich dachte ich auch erst nimmst einfach was du da hast aber dann hab ich mich doch anders entschieden, aber sollte ich es wieder mal backen und keins mehr haben nehme ich sicherlich auch die einfachen Varianten 🙂 LG Julia

  2. Katrin sagt:

    Dein Brot sieht total lecker aus. Ich habe Hartweizengries verwendet. Ich dachte, das ist gemeint. Es hat Spaß gemacht mit euch. Bis zum nächsten Mal. Gruß Katrin

    1. bakingjulia sagt:

      Hallo Katrin, vielen Dank! Ja ich habe danach auch gedacht warum hast nicht das genommen, aber ich hatte Hartweizengrieß auch nicht mehr zu hause, von dem her habe ich einfach was anderes gekauft 🙂 Mir hat es auch super Spaß gemacht, hoffentlich bis zum nächsten mal!+
      LG Julia

  3. Fabiana Falk sagt:

    Das ist sicher ein Highlight am Buffet oder Tisch, beim Event oder Grillvergnügen.
    Aber meins ist das Brot mit seinen „Innereien“ nicht. Wenn was übrig bleibt, kann man es sicher eingefrieren, aber es ist doch speziell. Mir schmecken z.B. frische Tomaten gar nicht in solchen Backwaren, getrocknete mit Vorbehalt. ABER das ist reine Geschmackssache. Der eine mag dies mehr als der andere.
    Deshalb werde ich das Brot „solo“ backen. Es ist so luftig und fluffig aus, ich möchte es zu gerne mit dem Finger drücken und ein Stückchen abzupfen. 🙂
    Und die No-Knead-Methode habe ich schon mal angewandt und bin davon sehr angetan. Herzlichen Dank für das Rezept!

    1. bakingjulia sagt:

      Ja das ist wirklich geschmackssache und auch ohne Füllung stelle ich es mir super lecker vor. Danke für deine Worte Lg julia

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